Was ist gesunde Ernährung für mich?

WORUM GEHT ES IN DER BLOGPARADE?

Die liebe Sabine von smoothiewelt.com veranstaltet eine Blogparade zum Thema „Gesunde Ernährung“. Da das ein Thema ist, dass sich sehr gut eignet, um näher auf die Inhalte von La Lisagna einzugehen, reagiere ich gerne auf ihren Aufruf. Die Parade besteht aus Beiträgen verschiedener Blogger, die allesamt berichten, was gesunde Ernährung für sie ausmacht.

Leitfaden sind dabei unter anderem die folgenden Fragen:

  • Was esse ich am Tag?
  • Bei welchen Lebensmitteln fühle ich mich besonders gesund und fit?
  • Gab es eine Ernährungsumstellung und Gründe dafür?
  • Welche Veränderungen konnte ich seit der Ernährungsumstellung feststellen?

Ich werde mich nicht 1:1 an diese Fragen halten, sondern sie als Guideline nutzen, um ein wenig zu erzählen. Selbstverständlich bildet der Blogpost nur meine persönliche Meinung ab und erhebt keinen Anspruch auf Gültigkeit oder wissenschaftliche Fundiertheit!

Mein zweigeteiltes Verständnis von gesunder Ernährung

►Was ist für mich klassisch gesund?

1. Ernährung mit viel Gemüse

Rein klassisch empfinde ich Gerichte als gesund, die frisch hergestellt sind. Das heißt, es werden keine Konservierungsstoffe, keine „Tütchen“ und keine Zusatzstoffe verwendet. Der Anteil an Gemüse sollte möglichst hoch sein und am besten aus Eigenanbau stammen. Ohne Pestizide kann man bedenkenlos auch die Schale von vielen Gemüsen essen, deren Nährstoffgehalt besonders hoch ist. Vor allem im Sommer profitiere ich hier von der Gartenliebe meiner Eltern. Regelmäßig bekomme ich eine „Freshbox“ mit frischem Salat und anderen Leckereien aus unserem ihrem Garten.

2. Fette in Gerichten

Neben einem hohen Anteil an „gutem“ Gemüse, ist mir ein geringer Fettanteil wichtig. Natürlich sollte etwas Fett in Gerichten vorhanden sein, aber gerade in vielen Kochbüchern (Hallo Jamie Oliver!) wird für mein Empfinden viel zu viel Fett verwendet. Gerichte, die in Öl schwimmen, sind meiner Meinung nach nicht gesund. Wobei Fett aus Olivenöl oder Nüssen noch besser ist, als Fett aus tierischen Produkten. Achte ich rein auf mein klassisches Verständnis von gesunder Ernährung, ziehe ich pflanzliche Fette also Käse vor.

Dennoch sollte auch bei Nüssen, Kokosöl oder Kokosflocken auf die Menge geachtet werden. Ich sehe es als kritisch an, wie häufig auf anderen Blogs dargestellt wird, dass man diese Art von Fett bedenkenlos als gesunden Snack zu sich nehmen kann. Das geht, aber eben nur, wenn man ansonsten auf seinen Fettkonsum achtet!

3. Fleischkonsum in der Ernährung

Im Rahmen einer gesunden Lebensweise muss man meiner Ansicht nach nicht auf Fleisch verzichten. Jedoch gilt Vorsicht bei der Wahl des Fleisches. Rotes Fleisch ist kein Teil gesunder Ernährung, genauso wie Wurstwaren oder geräucherte und gepökelte Produkte. Weißes Fleisch kann konsumiert werden, wenn es frei von Antibiotika ist.

4. Keine Light- oder Fertigprodukte

Auch, wenn zuckerhaltige Ernährung nicht gesund ist, Light-Produkte sind es ebenfalls nicht. Zwar nimmt man von Light-Drinks nicht zu, aber dem Körper tut man mit dem Konsum ebenso wenig etwas gutes. In einer gesunden Ernährung haben Light-Produkte, vor allem aufgrund des Krebsrisikos durch Aspartam, keinen Platz.

Das gleiche gilt für Fertiggerichte. In diesen ist häufig ein hoher Zucker- und Salzanteil enthalten. Wusstest du, dass nur eine Tiefkühlpizza deine empfohlene Salzmenge für einen kompletten Tag überschreitet? Das ist uns häufig überhaupt nicht bewusst, denn Pizza schmeckt nicht auffällig salzig. Genau das ist die Krux an Fertiggerichten: Man hat oft nicht auf dem Schirm, was genau in der Zutatenliste steht.

Zu einer gesunden Ernährung gehört daher für mich der regelmäßige Check der Zutatenliste von Produkten, die man kauft.

5. Obst als Teil gesunder Ernährung

Ein Thema, bei dem sich wahrscheinlich die Meinungen spalten, ist Obst. Ich persönlich bin kein Fan von großen Mengen Obst, wenn es um gesunde Ernährung geht. Nicht, weil ich Obst für ungesund halte. Obst hat viele Vitamine und ist sicherlich als Snack besser als Schokolade. Aber: Häufig wird Obst als ZU gesund angesehen. Obst als ein Lebensmittel, was bedenkenlos in Massen konsumiert werden kann, da es ja „gesund“ ist. Das sehe ich nicht so. Viele Obstsorten haben einen hohen Zuckeranteil. Gerade in Smoothies oder Säften nimmt man dadurch schnell viel Zucker zu sich. Deswegen nehme ich für Smoothies entweder viele Beeren, sehe sie als süßen Snack, oder mische einen hohen Anteil an Gemüse in das Getränk.

In meiner Ernährung findet sich an den meisten Tagen nur im Rahmen des Frühstücks Obst. Was aber auch daran liegt, dass ich ein kleiner Süßigkeitenfan bin. Womit wir auch schon zu meinem zweiten Verständnis von gesunder Ernährung kommen.

►Was ist meine persönliche Definition von „gesund“?

Ich glaube ganz fest daran, dass unser Geist und unsere Gedanken auch unseren physischen Zustand beeinflussen. Daher bin ich nicht der Meinung, dass ein 100-prozentiges Umsetzen der klassischen gesunden Ernährung tatsächlich zum maximalen Wohlbefinden und zu absoluter Gesundheit führt.

Im Gegenteil: Ich denke, dass Treats, die zum psychischen Wohlbefinden beitragen, auch einen Effekt auf die körperliche Gesundheit haben. Ein Ben & Jerry’s, welches gegen Liebeskummer wirkt. Ein kühles Radler an einem Sommerabend mit Freunden im Garten, welches die Stimmung hebt. Oder ein Rinderfilet, bei einem romantischen Date, das zu einer besonderen Atmosphäre beiträgt. Das alles kann man essen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. 😉

Hinzu kommt, dass die Wissenschaft viele Bereiche der Ernährung und deren Auswirkung nicht oder nicht aussagekräftig erforscht hat. Viele Studien enthalten widersprüchliche Ergebnisse oder können keine Aussagen über längerfristige Folgen treffen. Ich selbst möchte aber gerne wissenschaftlich fundierte Aussagen als Basis für meine Meinung herziehen. Das wird so aber schwierig. Außerdem gilt auch hier „Traue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast“. An dieser Stelle einen herzlichen Gruß an meinen Statistikprof! 😉

Da ich das Thema selbst sehr interessant und wichtig finde, werde ich bei Gelegenheit den Blogbeitrag mit einer Übersicht von Studien ergänzen oder zu den einzelnen Themenbereichen neue Blogbeiträge mit Verweis auf wichtige Studien verfassen. Lasst mich gerne wissen, falls euch das interessiert.

Sollte jeder gesund leben?

Abgesehen von der Definition gesunder Ernährung finde ich, dass sich jeder so ernähren sollte, wie er möchte. Wichtig ist, dass man Verantwortung dafür übernimmt und sich seiner Lebensweise bewusst ist. Überspitzt gesagt: Wenn ich mein Leben lang fettig esse und mich nicht bewege, sollte ich mich nicht über einen Herzinfarkt wundern. Wenn ich jahrelang rauche, darf ich nicht von Lungenkrebs überrascht sein. Für die Momente des Genusses, nimmt man das erhöhte Risiko in Kauf.

Jeder kann selbst entscheiden, ob er der Typ „Gesundheitsapostel“ oder „You only live once“ ist. Aber man sollte sich bestmöglichst informieren, sich bewusst über die Folgen sein und die Entscheidung dafür bedacht treffen.

Habe ich meine Ernährung umgestellt?

Änderung des Fleischkonsums

Ich habe bisher nie eine radikale Ernährungsumstellung gemacht. Mit 13 gab es den wahrscheinlich größten Einschnitt. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich entschieden, bewusster mit dem Thema Fleisch umzugehen. Vorher habe ich bedenkenlos zum Frühstück, Mittag und Abendessen Fleisch- und Wurstwaren konsumiert. Irgendwann sah ich damals eine Dokumentation zur Herstellung von Wiener Würstchen. Ich sage euch, wenn man einmal sieht, was in so ein Würstchen kommt (Massen an Fett…), überlegt man sich ganz genau, ob man das noch einmal zu sich nehmen möchte.

Ich habe seitdem kein Wiener Würstchen mehr gegessen. Alle Liebhaber sollten meinen Blog an dieser Stelle also nicht mehr besuchen: Es werden nie Würstchenrezepte kommen. 😉 Und auch sonst habe ich meinen Konsum von verarbeiteten Fleischwaren sehr stark zurückgefahren. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Wurst- oder Leberkäsebrötchen gegessen habe. Ab und zu gibt es eine gegrillte Bratwurst oder eine Weißwurst, aber ansonsten ist das Thema für mich gegessen (Haha ;)).

Verzicht auf Milchprodukte

Weiterhin hatte ich kurzzeitig aufgrund von Hautproblemen auf Milchprodukte verzichtet. Da ich dadurch keine Besserung feststellen konnte, habe ich das aber schnell wieder auf Eis gelegt. Gott sei dank darf sich leckerer Käse also weiterhin auf meinem Speiseplan befinden. Aber sind wir mal ehrlich: Ich bezweifle, dass ich für wirklich gute Haut dauerhaft auf Käse verzichtet hätte (Siehe oben: Was ist gesunde Ernährung für mich…;)).

Ich gönn‘ mir etwas am Abend

Jahrelang habe ich gerne mittags zu Nudeln oder zu Gerichten mit einem hohen Weißmehlanteil gegriffen. Schließlich lernt man ja: Mittags braucht man Energie. Im Rahmen meines Studiums habe ich dann aber festgestellt, dass ich nach dem Mittagessen über eine Stunde kaum mehr Konzentration hatte und mich müde gefühlt habe. Das klassische Foodkoma. Besonders nach einer Portion Nudeln verlor ich eher Energie als, dass ich welche für den Lernmarathon gewonnen hätte.

Seither esse ich mittags eher selten Nudeln oder Gerichte, die zu fast 100% aus Kohlenhydraten bestehen. Außerdem achte ich darauf keine riesen Portion, die bis zum Abendessen satt halten soll, zu essen. Stattdessen snacke ich nachmittags lieber noch einmal, um mein Energielevel hochzufahren.

Für die Kohlenhydratbeilage am Mittag haben sich Kartoffeln und Reis als sehr gut herausgestellt. Diese führen bei mir nicht zu einer derartig ausgeprägten Müdigkeit, wie Pasta. Abends darf es dann gerne die große Portion Spaghetti mit Parmesan und einem Eis als Nachtisch sein. 😉

Fazit:

Jeder versteht für sich persönlich etwas anderes unter gesunder Ernährung und das ist auch gut so. Jeder kann sich ernähren wie er möchte, ob gesund oder ungesund. Für mich ist ein Mittelweg die beste Option. Dies spiegelt sich auch in den Rezepten auf La Lisagna wieder. Eine gute Mischung zwischen sehr gemüselastigen Gerichten und ein paar kleinen oder größeren Leckereien. Wie haltet ihr es mit eurer Ernährung? Was ist eure Definition von gesund?

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