Essen in Holland – Food Guide für Amsterdam und die Niederlande

MEINE REISE IN DIE NIEDERLANDE

Da ich eine sehr gute Freundin habe, die in den Niederlanden wohnt, war es für mich an der Zeit sie besuchen zu fahren. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich trotz der räumlichen Nähe noch nie in den Niederlanden, sodass wir den Besuch mit einem kleinen Städtetrip verbunden haben.Amsterdam-Grachten

Amsterdam

Natürlich stand als erstes Amsterdam auf der Liste. Dort macht es Sinn sich einfach durch die kleinen Gassen treiben zu lassen und den ein oder anderen sneaky Blick in die großen Fenster der Erdgeschosswohnungen zu werfen. Das war wirklich spannend. So viele gut eingerichtete Wohnungen habe ich bisher nirgends gesehen. Wir hatten es zwischenzeitlich etwas übertrieben, bis uns eine Frau aus einer Wohnung winkte, die wir nicht gesehen hatten. Etwas peinlich, aber Erdgeschosswohnungen ohne Vorhänge sind einfach zu verlockend.

Abends haben wir ein Konzert besucht (Wolfmother – absolut toll!) und sind danach nur noch in unser Hotel gefahren. Wir haben im Novotel Amsterdam Schiphol übernachtet. Das Hotel liegt etwas außerhalb, ist aber gut mit der Bahn erreichbar. Der Aufenthalt dort ist absolut zu empfehlen. Wir hatten einen Executive Room im 13. Stock mit freier Minibar und einigen anderen Extras. Die Räume und das ganze Hotel waren optisch sehr ansprechend gestaltet. Auch das Frühstück war überzeugend, auch wenn ich bereits Hotels mit einem größeren Frühstücksangebot hatte (bspw. das H5 München Messe oder das Auszeit Hotel in Düsseldorf). Für einen Preis von knapp 20 Euro pro Person würde ich mir das gut überlegen. Wir hatten einen Deal, bei dem das Frühstück gratis war.

Amsterdam ParkZandvoort

Des Weiteren haben wir einen Tag in Zandvoort verbracht. Das ist der einzige Ort in den Niederlanden, der direkt per Zug erreicht werden kann. Der Zugang zum Strand vom Bahnhof aus war nicht besonder schön. Die typischen Bettenbauten sind eng aneinander gereiht. Wenn man sich allerdings die Mühe macht und ca. 20 Minuten den Strand entlang läuft, kommt man zu schönen naturbelassenen Dünen. Ein positiver Nebeneffekt: Dort sind auch weniger Leute.

Eindhoven

Unsere Home Base war Eindhoven. Von dort aus sind wir in die anderen Städte gefahren. Das ist aufgrund der kleinen Größe in den Niederlanden wirklich sehr unkompliziert möglich. Von der Stadt selbst habe ich daher erst mal nicht so viel gesehen. Einzig an einem Nachmittag waren wir ein wenig bummeln. Die Fußgängerzone ist ganz gut bestückt, aber optisch kein wirkliches Highlight.

 

 

 

 

 

Allgemeines zu Essen in den Niederlanden

Typisch niederländische Gerichte:

Die Niederlande sind nicht unbedingt für Haute Cuisine bekannt. Ich würde sie in die Kategorie England einordnen. Alles mir bekannte typisch Niederländische ist eigentlich ungesund. Aber es schmeckt auch. Typische holländische Gerichte und Lebensmittel sind:

  • Hagelslag
  • Käse
  • Pfannkuchen (v.a. mit Zuckerrübensirup)
  • Weiches Brot
  • Frühstückskuchen
  • Pommes und Frittiertes (z.B. Frikandel oder Kibbeling)
  • Kaffeebonbons
  • Belgische Schokolade

Einkaufen in den Niederlanden:

Die bekannteste Supermarktkette in den Niederlanden ist wohl Albert Heijn. Es gibt aber auch die aus Deutschland bekannten Aldi und Lidl.

Snckbr Eindhoven Brownie vegan

Auffällig ist die große Auswahl an (halb-) fertigen Produkten und Fertiggerichten. Vor allem die Salatauswahl hat mir sehr gut gefallen. Die Niederländer scheinen Gerichte mit Ziegenkäse sehr gerne zu haben, was mir entgegen kommt. Außerdem gab es immer ein breites Angebot an Backwaren. Nett ist auch, dass man ungewöhnlich häufig von den angebotenen Lebensmitteln probieren kann.

In den Supermärkten herrscht eine kleine Besonderheit, die mich zunächst stark irritiert (und etwas genervt ;)) hat: Es ist erlaubt mit kleineren elektrisch betriebenen Gefährten in den Supermarkt zu fahren und durch die Regale zu cruisen. Das heißt, man kann einkaufen gehen, ohne laufen zu müssen.

Neben einem Besuch im Albert Heijn XL kann ich euch auch den etwas anderen Supermarkt Marqt empfehlen. Zunächst dachte ich, das ist ein typischer Bioladen, aber das Konzept ist ein anderes: Hier steht die Frische der Zutaten, der Verzicht auf Zusatzstoffe und die Regionalität im Vordergrund. Viele Produkte sind aber dennoch bio. Die Waren werde nicht über den Großhandel, sondern direkt von den Erzeugern bezogen.

Was ihr ansonsten beachten müsst: In den Niederlanden wird sehr selten bar bezahlt. In manchen Lokalitäten, z.B. dem Marqt, kann man sogar nur mit Karte bezahlen.

 

Food Tipps für die Niederlande

Essen gehen in Amsterdam:

The Pancake BakeryAmsterdam The Pancake Bakery

Amsterdam ist übersät von hippen Foodläden. An jeder Ecke findest du hübsch eingerichtete Restaurants, die modernes Essen anbieten. Wir haben uns zunächst für etwas traditionell niederländisches entschieden und waren in einem „Pannenkoekenhuiz“ – also einem Pfannkuchenhaus. Im The Pancake Bakery war die Auswahl riiiiiiesig, das dunkle und dadurch gemütliche Ambiente hat mir gut gefallen. Vegetarische Optionen wurden in der Speisekarte extra gekennzeichnet.

Wir haben uns entschieden zwei Pfannkuchen zu teilen, sodass jeder von uns eine herzhafte und eine süße Variante probieren konnte. Der Pfannkuchen mit Champignons und Käse war sehr fettig aber auch sehr sehr lecker. Als süßen Pfannkuchen haben wir die Basicversion genommen, die man selbst mit Puderzucker, Karamellsoße oder Zuckerrübensirup toppen konnte. Da die Niederlande für den Zuckerrübensirup („Stroop“) bekannt sind, habe ich mich natürlich dafür entschieden. Dieses mal sehr süß, aber wieder sehr lecker. Die Portionen waren angemessen. Die Preise hatten typisches Amsterdam-Niveau.

Foodhallen Food Market

Wer eine besonders große Auswahl liebt, sollte die Foodhallen besuchen. Das ist ein typischer Food Truck Market, der aber fest innerhalb einer Halle installiert ist. Die Portionen sind relativ klein, aber waren geschmacklich sehr lecker.

Essen gehen in Eindhoven:

Fritten bei der Friture Martin Zwerts

Snckbr Eindhoven Burger Poached Eggs

Dieses „Frituur“ wurde ausgezeichnet, die besten Fritten Niederlandes anzubieten. Die Erdnusssoße war sehr lecker genauso wie der panierte Käse. Beeindruckt hat mich allerdings etwas namens „Bamirol“. Die Rolle ist nichts anderes als panierte asiatische Nudeln. Ja, das hat geschmeckt! 😉 Scheinbar ist die Bamirol häufig auch mit Fleisch gefüllt, bei Martin Zwerts war sie aber vegetarisch erhältlich. Das ist allerdings nichts für jeden Tag, sonst naht die Herzverfettung 😉

Die große Portion Pommes ist wirklich groß und mit Dip und einem Snack mehr als ausreichend auch für Personen mit großem Hunger.

Snckbr

Weiterhin haben wir die Snckbr besucht. Diese ist eine kleine Restaurantkette mit drei Filialen in den Niederlanden. Die Snckbr verfolgt das Konzept möglichst wenig Fett zu verwenden und auf raffinierten Zucker sowie E-Nummern zu verzichten. Alle Gerichte sind so gekennzeichnet, dass man sofort sieht, welche Gerichte, vegetarisch, vegan, glutenfrei oder laktosefrei sind. Pluspunkt dafür! Außerdem ist auch ihr Kaloriengehalt markiert.

Snckbr Eindhoven Dessert

Die Speisekarte ist zwar nur auf Niederländisch erhältlich, aber das Personal spricht sehr gut Englisch. Es wird eine Auswahl an modernen „Hipster“-Gerichten angeboten, die mit 10 Euro im Durchschnitt preislich ok sind. Für meinen Geschmack gab es allerdings etwas viele Fleischgerichte. Abends gibt es eine gesonderte Karte, bei der das Preisniveau deutlich gehoben ist. Die Gerichte überzeugen aber. Bei der Pizza wird beispielsweise mit Büffelmozzarella gearbeitet, was für mich immer ein gutes Zeichen ist.

Wir haben uns schließlich für Poached Eggs und den Snckbr Burger entschieden. Als Nachtisch gab es einen Brownie mit Kokosblütenkaramell und den Nutty Banoffee Freakshake. Alles hat ausnahmslos sehr lecker geschmeckt. Das Ei war innen flüssig, der Burger hat nach Grill geschmeckt und war perfekt medium gebraten. Der Brownie war superduper schokoladig. Ich glaube, das war einer der besten Brownies, die ich je gegessen habe. Vor allem in Kombination mit den Früchten und dem Kokosblütenkaramell sowie den Kokoschips war der Nachtisch einfach bombe. Die Portionsgröße ist ausreichend, bei großem Hunger sollte aber ein Nachtisch in Erwägung gezogen werden.

Die Snckbr bietet zwei kleine Außenplätze, die jedoch an einer Straße liegen. Da diese nicht zu befahren ist, kann man aber dennoch gut draußen sitzen. Der Innenbereich ist ansprechend eingerichtet und das Personal war freundlich.

 

 

Welche Spezialitäten eigenen sich als Mitbringsel aus den Niederlanden?

Schokolade Niederlande Hands of my Chocolate Johnny Doodle

Typische niederländische Spezialitäten habe ich bereits beschrieben. Einige davon kannst du unkompliziert als Souvenir für Daheimgebliebene oder dich selbst mitnehmen.

Gut eignen sich:

  • Abgepackter Käse
  • Frühstückskuchen
  • Kaffeebonbons
  • Belgische Schokolade
  • Chocomel
  • Hagelslag
  • Gebäck, wie die Kaasbrodje

Bis auf den Hagelslag habe ich auch genau das bei der Rückreise in meinem Koffer gehabt. Süße Mitbringsel gibt es außerdem bei HEMA. Dort war ich stark in Versuchung eine Tasse mit den typischen Grachtenhäusern oder einen Fahrrad-Schlüsselanhänger zu kaufen.

 

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